Foto © AURALiC Ltd.

AURALiC ARIES Streaming Bridge und ARIES LE Streaming Bridge nun für Netzwerk und USB

Mit Hilfe einer neuen Firmware sind die Produkte AURALiC ARIES Streaming Bridge und ARIES LE Streaming Bridge nun nicht nur fürs Streamen von Musik übers Netzwerk, sondern direkt von USB-Speicher gerüstet.

Kurz gesagt...

Mit Hilfe einer neuen Firmware sind die Produkte AURALiC ARIES Streaming Bridge und ARIES LE Streaming Bridge nun nicht nur fürs Streamen von Musik übers Netzwerk, sondern direkt von USB-Speicher gerüstet.

Wir meinen...

Als wären die Lösungen aus dem Hause AURALiC Ltd. nicht bereits bislang überaus spannende Streaming-Lösungen, die sich teils gravierend von ähnlichen Produkten anderer Hersteller unterscheiden, mit der neuesten Firmware mutieren diese gar zum Server, und können zudem über USB-Speichermedien als nahezu autarke Systeme genutzt werden.
Hersteller:AURALiC Ltd.
Vertrieb:audioNEXT GmbH
Preis:€ 999,- bzw. € 1.490,-

Von Michael Holzinger (mh)
01.12.2014

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Das Unternehmen AURALiC Ltd. verfolgt mit seinen Streaming-Lösungen AURALiC ARIES Streaming Bridge und AURALiC ARIES LE Streaming Bridge ein durchaus sehr eigenständiges Konzept. Ganz bewusst spricht man hier etwa nicht von einem herkömmlichen Streaming-Client, selbst wenn sowohl die AURALiC ARIES Streaming Bridge als auch die AURALiC ARIES LE Streaming Bridge im Prinzip genau diese Aufgabe erfüllen, also Audio-Daten übers Netzwerk wiedergeben können. Ein durchaus sehr wesentliches Detail unterscheidet nämlich beide Systeme von vielen anderen derartigen Lösungen, und das ist der fehlende integrierte D/A-Wandler. Folgerichtig bezeichnet der Hersteller diese beiden Lösungen also, wie bereits angeführt, als so genannte Streaming Bridge, überlässt also dem Kunden allein die Entscheidung, in welcher Art und Weise die von der AURALiC ARIES Streaming Bridge und AURALiC ARIES LE Streaming Bridge gelieferten Audio-Daten „aufbereitet“ werden, kümmert sich vielmehr allein der bestmöglichen Signalverarbeitung auf digitaler Ebene. Ein durchaus spannender Ansatz, denn so kann das System mit den Bedürfnissen des Kunden mitwachsen.

Dies ist möglich, da bereits die Basis bestmögliche Ergebnisse sicherstellen soll, wobei das Unternehmen dafür auf zahlreiche Merkmale setzt, die diese Lösungen ebenfalls von vielen anderen Systemen doch teils gravierend unterscheiden.

So setzen beide Produkte auf die proprietäre so genannte Tesla Hardware-Plattform, die Dank eines Quad-Core ARM Cortex-A9 1 GHz Prozessors, dem immerhin 1 GByte DDR3 Hauptspeicher sowie 4 GByte interner Massenspeicher zur Seite stehen, mehr als ausreichend Performance bietet, um eine Signalverarbeitung auf qualitativ höchstem Niveau sicherzustellen. Nicht weniger als eine Rechenleistung von 25.000 MIPS weist diese Plattform nach Herstellerangaben auf, und kann somit alle nur irgendwie relevanten Audio-Daten verarbeiten. Angefangen von AAC, MP3, Ogg Vorbis, WMA, APE, über AIFF, WAV, ALAC bis hin zu FLAC und DIFF und DSF-Daten finden sich somit als unterstützte Datenformate in der Produktbeschreibung. Diese Daten werden in erster Linie über einen optischen und koaxialen S/PDIF-Ausgang ausgegeben, im zweiten Fall mit bis zu 24 Bit und 192 kHz. Auch über ein AES/EBU-Interface lassen sich Audio-Daten mit bis zu 24 Bit und 192 kHz ausgeben. Das volle Potential jedoch steht über einen USB-Port zur Verfügung, der auf die von AURALiC patentierte ActiveUSB-Technologie setzt. Damit fungiert diese Schnittstelle im Verbund mit entsprechend ausgestatteten USB DACs als USB Host Audio Interface, das Daten mit bis zu 32 Bit und 384 kHz im PCM-Format, sowie DSD 2.8 sowie DSD 5.6 ausgeben kann.

Eine weitere Besonderheit der AURALiC ARIES Streaming Bridge als auch ARIES LE Streaming Bridge ist, dass diese Lösungen auf die so genannte OpenHome Struktur setzen, eine Plattform, die etwa auch der schottische Traditionshersteller Linn bei seinen Streaming-Systemen nutzt. Dies, sowie die so genannte AURALiC Lightning Technologie erlauben eine besonders intuitive Steuerung, da hier die Plattform weit mehr leisten kann, als Standard-Streaming-Systeme allein auf Basis von UPnP bzw. mit dlna-Zertifizierung. Damit ist etwa eine vollständige Multiroom-Steuerung möglich, ebenso die gleichzeitige Nutzung mehrerer Steuerungs-Apps, auch das gänzliche Abschalten der Steuerungs-App ist hier möglich, ohne dadurch die Wiedergabe zu unterbrechen. Auch auf Hardware-Parameter kann man so direkt zugreifen, und und die passende App von von AURALiC unterstützt zudem Songcast, ein Musik-Verteilungssystem, das es ermöglicht, den Audio-Ausgang eines Computers auf ein beliebiges Gerät der Lightning-Familie zu leiten, und Musik zwischen verschiedenen Lightning-Geräten zu verbinden, und selbst Musik-Streaming über Apple AirPlay zu nutzen.

All diese Möglichkeiten, die wie bereits erwähnt, weit über das mit Standards wie UPnP Mögliche hinaus gehen, standen bislang für Daten aus dem Netzwerk zur Verfügung, auf die sowohl die AURALiC ARIES Streaming Bridge als auch AURALiC ARIES LE Streaming Bridge entweder über WiFi oder Gigabit-Ethernet zugreifen konnten.

Mit einer nunmehr verfügbaren neuen Firmware wird das Leistungsspektrum jedoch geradezu drastisch erweitert, denn nunmehr wird dem zusätzlichen USB-Port an der Rückseite der Geräte eine entscheidende Aufgabe zuteil. Hier können nämlich nunmehr direkt USP-Speichermedien angeschlossen werden, sei es nun ein einfacher USB-Stick oder nur ein einfacher USB-Cardreader, wenngleich wirklich sinnvoll wird´s erst, wenn man hier eine externe Festplatte anschließt. Immerhin können die beiden Systeme aus dem Hause AURALiC Datenträger mit bis zu 16 TByte Speicherkapazität verwalten, und nunmehr direkt darauf zugreifen. 16 TByte, da ist schon reichlich Platz für abertausende High-res Dateien. Und auch betreffend der Formatierung muss man sich wenig Gedanken machen, denn die neue Firmware unterstützt die Partitionsformate FAT32, NTFS, exFAT, ext2/3/4 und HFS+ (journaled und non-journaled).

Durch den integrierten Lightning DS Server 1.10 kann nunmehr aber nicht nur auf Daten direkt über USB-Speichermedien zugegriffen werden, die AURALiC ARIES Streaming Bridge sowie AURALiC ARIES LE Streaming Bridge wird dadurch selbst zum „Server“, in erster Linie zum UPnP-Server, der anderen Geräten diese Inhalte zur Verfügung stellen kann. Aber in diesem Fall gar inklusive aller Vorteile, die diese Server-Software aufbieten kann, wie etwa eine automatische Katalogisierung, die direkt von der entsprechenden App, der bereits erwähnten AURALiC Lightning DS App übernommen wird. Selbst WAV-Dateien, die normalerweise ein großes Problem darstellen, da sie keinerlei Tags unterstützen, lassen sich so sinnvoll nutzen, da von der Software der Ordnername selbst als Titel akzeptiert wird, und etwaige im Ordner hinterlegte Album-Cover (als Folder.jpg abgespeichert) genutzt werden.

Der Vollständigkeit wegen sei an dieser Stelle natürlich noch angeführt, dass die Lösungen von AURALiC auch auf Online-Dienste wie TIDAL, Qobuz oder WIMP zugreifen können, und diese ebenfalls als Teil der App direkt steuerbar sind.

Die neue Firmware trägt die Versionsnummer 1.10 und steht ab sofort zur Verfügung. Die passende App gibt es vorerst weiterhin nur für Apple iOS, allerdings kündigt das Unternehmen nunmehr die App für Google Android zeitnah im neuen Jahr an. Dann soll auch eine Variante für Desktop-Systeme, also Microsoft Windows sowie Apple OS X folgen.

Sowohl die AURALiC ARIES Streaming Bridge und ARIES LE Streaming Bridge stehen weiterhin zum empfohlenen Verkaufspreis von € 1.499,- bzw. € 999,- zur Verfügung, wobei sich beide Lösungen mit einem durchaus als futuristisch zu bezeichnendem Gehäuse aus Kunstststoff mit Abmessungen von 25 x 20 x 7 cm präsentieren, an dessen Front ein mit immerhin 3 Zoll recht großzügig bemessenes OLED befindet, das eine direkte Steuerung einfacher Funktionen über die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung AURALiC RS-1 erlaubt.

Während das Grundmodell AURALiC ARIES LE Streaming Bridge mit so geannter Low-Phase-Noise Clock und einem Standard Netzteil ausgeliefert wird, verfügt die AURALiC ARIES Streaming Bridge über je eine eigene so genannte Femto-Clock für USB als auch Digitalausgänge, ein spezielles Low-Noise Design für noch geringeren Jitter, und ein externes so genanntes AURALiC Purer-Power-Linear-Netzteil.

Ganz wichtig, abgesehen von den eben aufgelisteten Unterschieden in der Hardware unterscheiden sich die beiden Systeme jedoch nicht bei der Funktionalität, und auch künftige Updates sollen nach Angaben des Herstellers jeweils für beide Lösungen gleichzeitig angeboten werden. Man spricht daher von einem identischen Software-Upgrade-Fahrplan, der, soviel sei an dieser Stelle bereits verraten, in Kürze auch die Unterstützung von SAMBA-Freigaben (SMB) umfassen soll.

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