Foto © Bluesound/ sempre-audio.at

Exklusives erstes Hands-on - Bluesound, die zweite Generation

Mit Bluesound steht ein besonders flexibles, intuitiv zu bedienendes, überaus hochwertiges Wireless Multiroom Streaming-System zur Verfügung, das in jeder Beziehung selbst höchsten Ansprüchen genügen kann. Nun präsentiert das Unternehmen nahezu alle Komponenten des Systems in komplett neuer Version, der zweiten Generation, wobei Bluesound Node 2, Bluesound Powernode 2, Bluesound Vault 2, Bluesound Pulse 2, Bluesound Mini und, ganz neu Bluesound Flex aber selbstverständlich vollständig kompatibel zu den bislang erhältlichen Lösungen bleibt.

Kurz gesagt...

Das Wireless Multiroom Streaming System Bluesound präsentiert sich nunmehr in zweiter Generation, funktionell erweitert, als auch mit neuem Design, aber vollständig kompatibel zu allen bisherigen Lösungen stehen in Kürze Bluesound Node 2, Bluesound Powernode 2, Bluesound Vault 2, Bluesound Pulse 2, Bluesound Mini und, ganz neu Bluesound Flex zur Verfügung.

Wir meinen...

Einmal mehr zeigt unserer erster exklusiver Tests des neuen Bluesound-Systems in zweiter Generation, dass hier Lifestyle gepaart mit tadelloser Qualität, enormer Flexibilität und hohem Bedienkomfort geboten wird. Hi-Res Streaming kann so schick sein! Doch auch die neuen Funktionen überzeugen, etwa Bluetooth inklusive apt-X ab Werk, das nunmehr bei allen Produkten integrierte Touch-Panel und der analoge sowie digitale Eingang inklusive Infrarot für TV Connect. Bluesound Pulse Mini und Bluesound Flex erweitern das Produktsortiment zudem um überaus kompakte Aktiv-Lautsprecher-Systeme.
Hersteller:Bluesound International
Vertrieb:smart audio GmbH
Deutschand:Dynaudio International GmbH
Preis:Bluesound Node 2 € 549,-
Bluesound Powernode 2 € 899,-
Bluesound Vault 2 € 1.299,-
Bluesound Pulse 2 € 799,-
Bluesound Pulse Mini € 599,-
Bluesound Flex 349,-

Von Michael Holzinger (mh)
26.08.2015

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Etwas mehr als ein Jahr am Markt, gilt das so genannte Wireless Multiroom Streaming System Bluesound der gleichnamigen Marke als eine der führenden Lösungen am Markt, insbesondere, wenn es um High-res Multiroom-Streaming geht.

Dass Bluesound auf einem sehr hohen Niveau angesiedelt ist, kommt nicht von ungefähr. Hinter der Marke Bluesound verbergen sich zwei seit Jahren in der HiFi bestens bekannte, renommierte Unternehmen, nämlich NAD Electronics sowie PSB Speakers, beide Teil der The Lenbrook Group. Bewusst entschied man sich dazu, dieses neue Produkt-Lineup nicht unter den etablierten Marken zu lancieren, sondern hierfür das Unternehmen Bluesound zu gründen, da man hiermit nicht nur die angestammten Kundensegmente adressieren wollte, sondern darüber hinausgehend neue Kundenschichten anspricht. Selbst wenn man mit Bluesound das Qualitätsniveau bewusst hoch ansetzte, sodass man damit auch anspruchsvolle HiFi-Enthusiasten selbst im audiophilen Lager begeistern kann, so versteht man Bluesound doch eher als Lifestyle-Lösung, und dies ist wohl auf den ersten Blick ersichtlich.

So war man sehr bemüht, bereits das Design betreffend neue Wege einzuschlagen. Die Lösungen des Bluesound-Systems präsentierten sich als überaus schicke Produkte, vor allem der Bluesound Node als reiner Streaming-Client für die Erweiterung eines bestehenden HiFi-Systems, ebenso der Bluesound Powernode als Streaming-Client mit integriertem Leistungsverstärker, aber auch der Bluesound Vault, der zentrale Server des gesamten Systems. All diese Produkte glichen einem eleganten Würfel, der wahlweise in Schwarz oder Weiss zur Verfügung stand. Aber auch der Bluesound Pulse, das aktive Lautsprecher-System mit integriertem Streaming-Client überzeugte durch sein schickes Äußeres, wenngleich sich dies natürlich allein auf Grund der Funktion vergleichsweise „klassisch“ präsentierte.

Es ist somit nicht überraschend, dass Bluesound nun ein weiteres Mal sehr stark auf ein außergewöhnliches Design setzt, wenn es um die Präsentation des Bluesound-Systems der zweiten Generation geht. Überraschend ist da schon eher, dass Bluesound bereits nun in einer zweiten Generation präsentiert wird, und zwar in einer auf den ersten Blick sehr radikal neuen Ausführung, die zudem mit einigen neuen Ausstattungsmerkmalen aufwartet. Daher gleich an dieser Stelle eine Entwarnung an all jene, die bereits auf dieses System setzen, und nun eventuell befürchten, „alte“ Hardware ihr Eigen zu nennen.

Don’t Panic! Volle Kompatibilität zwischen erster und zweiter Generation

Keine Panik! Alles ist gut! Ja, die neuen Bluetooth-Systeme sehen teils wirklich komplett anders aus, als ihre Vorgänger, aber NAD Electronics und PSB Speakers sind eben völlig zu Recht etablierte, weithin anerkannte Spezialisten in ihrem Bereich, klassische HiFi-Unternehmen „alter Schule“, und eben kein IT-fokussierter Konzern, die schlichtweg wissen, dass man bestehende, treue Kunden keinesfalls vor den Kopf stossen darf, und die selbstverständlich allen voran auf Kontinuität setzen. Produkte der ersten Generation von Bluesound sind somit auch weiterhin vollständig kompatibel, werden weiterhin mit allen Updates bei Firmware und Apps unterstützt, und können nahezu in beliebiger Kombination mit den Produkten der nunmehr präsentierten zweiten Generation genutzt werden. Wie gesagt, Bluesound setzt auf Kontinuität, nichts wird obsolet, denn neues kann mit „altem“ problemlos kombiniert werden, ohne tatsächliche Abstriche.

Flach und besonders edel, keine „Würfel“ mehr…

Wie bereits erwähnt, bislang präsentierten sich die Lösungen von Bluesound großteils als „Würfel“, die somit rein optisch rein gar nichts mit herkömmlichen HiFi-Komponenten gemeinsam hatten. Bei der neuen zweiten Generation gibt man sich deutlich weniger radikal, geht also, wenn man es so ausdrücken will, einen Schritt zurück, ohne aber, damit dies nur ja nicht falsch verstanden wird, einen tatsächlichen Rückschritt zu machen. Vielmehr reagieren die Kanadier damit auf Kundenwünsche, denn so mancher wünschte sich einen dezenteren Formfaktor der Lösungen, und genau dies spiegelt sich in der zweiten Generation des Bluesound-Systems wieder.

So misst der neue Bluesound Node 2 nur 220 mm in der Breite, ist 146 mm tief, und weist eine Höhe von 46 mm auf. Damit lässt sich dieser Streaming-Client problemlos in jedes HiFi-Rack platzieren, nimmt also kaum noch Platz in Anspruch. Auch der Bluesound Powernode 2, also jene Lösung mit integriertem Verstärker, die nur noch ein Paar hochwertige Lautsprecher-Systeme benötigt, um die Aufgabe ein kompletten HiFi-Systems zu übernehmen, misst nunmehr nicht mehr als 220 x 70 x 190 mm. Selbst die zentrale Server-Lösung inklusive CD-Laufwerk zum Rippen von Audio CDs, der neue Bluesound Vault 2 ist nun deutlich kompakter ausgefallen. Er misst nicht mehr als 220 x 90 x 192 mm.

Kaum verändert hingegen hat sich das Aktiv-Lautsprecher-System aus dem Hause Bluesound, der Bluesound Pulse 2, und den Bluesound Pulse Mini, den konnten wir Ihnen, werte Leser, ja bereits vor geraumer Zeit exklusiv ankündigen. Er wird nunmehr im Zuge der Einführung der zweiten Generation ebenfalls erhältlich sein, und zwar exakt wie von uns seinerzeit beschrieben.

Klein: Bluesound Pulse Mini - noch keiner ist der Bluesound Flex

Komplett neu hingegen ist der Bluesound Flex, das bislang kleinste aktive Lautsprecher-System von Bluesound, das somit noch unter dem Bluesound Pulse Mini angesiedelt ist, und nicht mehr als 125 x 183 x 100 mm misst. Damit ist es ideal für die Platzierung etwa im Bad, in der Küche und ähnlichem, wobei diese Lösung so ausgelegt ist, dass sie sowohl horizontal als auch vertikal aufgestellt werden kann und sogar die Option der Wandmontage bietet.

Aus rein technischer Sicht hat sich an den prinzipiellen Funktionen des Bluesound-Systems natürlich nicht allzu viel geändert, schließlich zeichnete sich diese Lösung von Anbeginn an dadurch aus, dass sie alle relevanten Merkmale aufwies, bis hin zur Hi-Res Musikwiedergabe mit bis zu 24 Bit und 192 kHz, wobei herausragende Wandler für eine sehr gute Klangqualität sorgten.

Bluetooth 4.0 inklusive apt-X

Tatsächlich neu ist, dass nun alle Streaming-Clients der zweiten Generation ab Werk über Bluetooth 4.0 verfügen, natürlich inklusive Unterstützung des Codec apt-X, sodass Musik etwa direkt vom Smartphone oder Tablet, ohne Netzwerk-Infrastruktur gestreamt werden kann.

Die Integration ins Netzwerk erfolgt auch bei den neuesten System wahlweise über klassisches Netzwerk-Kabel (Gigabit Ethernet) oder drahtlos, wobei nach Angaben des Herstellers die Zuverlässigkeit des integrierten WiFi Moduls nach IEEE 802.11n durch eine optimierte Anordnung der Antennen verbessert wurde.

Analoger und digitaler Eingang inklusive TV Connect

Ebenfalls neu ist, dass nun alle Systeme über einen so genannten Kombi-Eingang verfügen, der sowohl für analoge als auch digitale Signale genutzt werden kann. Dieser präsentiert sich als 3,5 mm Stereo Mini-Klinkenbuchse für analoge Signale, ist aber ebenso eine optische S/PDIF-Schnittstelle. Über diesen Anschluss steht die ebenfalls nun bei allen Geräten der zweiten Generation verfügbare so genannte TV Link-Funktion zur Verfügung. Damit lässt sich etwa ein Fernseher als Quelle nutzen, was insbesondere bei den Systemen Bluesound Power Node 2 sowie den Aktiv-Lautsprecher-Systemen Bluesound Pulse 2, Bluesound Pulse Mini sowie Bluesound Flex immens praktisch ist.

Vor allem, da nunmehr ebenfalls alle Geräte der zweiten Generation über eine Infrarot-Schnittstelle verfügen, und eine Lernfunktion für Fernbedienungen von Fremdherstellern aufweist. Wird etwa der Fernseher eingeschaltet, und zwar über die Fernbedienung des TV-Geräts, so wird auch beim entsprechenden Bluesound-System der analoge bzw. digitale Eingang aktiviert, und die Lautstärke lässt sich ebenfalls über die Fernbedienung des Fernsehers steuern.

Apropos Infrarot, an der Rückseite aller Geräte der Generation 2 stehen nun Anschlüsse für IR-Emitter zur Verfügung, die zur Einbindung in Steuersysteme genutzt werden können, und zwar in Verbindung mit dem ebenfalls hier zu findenden Trigger Out.

Kopfhörer-Anschluss ab sofort Standard

Es mag nur ein Detail sein, aber ein doch von vielen sehnlichst herbeigesehntes Ausstattungsmerkmal, das vieles erleichtert: alle Geräte der zweiten Generation von Bluesound verfügen über einen Kopfhörer-Anschluss. Bei den Systemen Bluesound Node 2, Bluesound Power Node 2 sowie Bluesound Vault 2 ist dieser direkt an der Front zu finden, bei den aktiven Speakern steht er an der Rückseite zur Verfügung.

Die Produkte Bluesound Node 2 sowie Bluesound Vault 2 verfügen über einen optischen S/PDIF-Ausgang, einen analogen Ausgang als Cinchbuchsen-Pärchen, sowie einen separaten Ausgang für einen optionalen Subwoofer.

Der Bluesound Powernode 2 verfügt natürlich über zusätzliche Lautsprecher-Klemmen, die sowohl für blanke Kabelenden, aber auch fertig konfektionierte Kabel mit Bananas geeignet sind. Der integrierte Verstärker arbeitet in Class D und liefert eine Leistung von zweimal 60 Watt an Lautsprecher-Systemen mit einer Impedanz von 8 Ohm. Natürlich steht hier auch ein Subwoofer-Ausgang zur Verfügung.

Touch-Panel bei allen Clients zu finden…

Bislang fand man ein Touch-Panel zur direkten Bedienung, zumindest der wesentlichen Funktion direkt am Gerät, allein bei den Aktiv-Lautsprecher-Systemen des Bluesound-Systems. Dies ist nun nicht mehr der Fall, vielmehr findet man dieses Touch-Panel an allen Geräten, also auch beim Bluesound Node 2, Bluesound Power Node 2 sowie Bluesound Vault, der ja nicht nur ein Server, sondern ebenso ein Streaming-Client ist. Damit kann nun die Wiedergabe gesteuert und die Lautstärke direkt geregelt werden, direkt am Client, und für den jeweiligen Client. Beim neuen Bluesound Flex sind sogar fünf zusätzliche, frei programmierbare Tasten verfügbar, über die man etwa eine Playlist, einen Streaming-Dienst wie Spotify und ähnliches direkt abrufen kann, ohne dafür die App bemühen zu müssen.

Hi-Res bis hin zu 24 Bit und 192 kHz

Keinerlei Grund zu Verbesserungen gab es beim Innenleben der Clients, hier war bereits die erste Generation nicht nur auf höchstem Niveau angesiedelt, sondern zudem auch zukunftssicher konzipiert. So setzten die Entwickler auf bestens im Produktsortiment von NAD Electronics bewährte Technologien, insbesondere beim maßgeblich die Qualität bestimmenden D/A-Wandler. Man nutzt somit Linux als Betriebssystem, von dem der Anwender aber rein gar nichts bemerkt, sowie zumindest einen Prozessor des Typs ARM Cortex A9 mit 1 GHz und einen 32 Bit 192 kHz DAC. Damit kann das System alle relevanten Datenformate verarbeiten, beginnend bei MP3, AAC, WMA, Ogg Vorbis, ALAC, WAV, AIFF und FLAC mit bis zu 24 Bit und 192 kHz.

Und was ist mit DSD?

Der Vollständigkeit wegen muss erwähnt werden, dass DSD bislang nicht unterstützt wird. Mit Vorbehalt sei an dieser Stelle aber angeführt, dass sich dies eventuell alsbald ändern könnte. Die Entwickler von Bluesound zeichneten sich bislang nicht zuletzt dadurch aus, dass man sich sehr offen gegenüber Kunden-Feedback und Anregungen zeigte, und diese vielfach recht rasch aufnahm und über zahlreiche Updates der Firmware und Apps nachreichte. Und die Unterstützung von DSD-Daten steht ganz weit oben auf der Wunschliste vieler Anwender, und die Reaktionen des Entwickler-Teams im offiziellen Support-Forum zeigen ganz klar, dass man auch dieser Forderung durchaus sehr offen gegenüber steht. Es könnte also alsbald…

Bluesound Vault und Bluesound Vault 2 als Datenlieferant

Wie bisher dient in erster Linie der Bluesound Vault bzw. der neue Bluesound Vault 2 als Datenlieferant. Durch sein integriertes CD-Laufwerk lassen sich mit diesem Server Audio CDs auch gleich einlesen, wobei diese Daten nach dem Rippen gleich mit ID-Tags für Albumtitel, Interpret und Genre sowie passendem Cover-Artwork versehen wird. Und dies klappt erstaunlich gut! Der Bluesound Vault 2 ist mit einer 2 TByte Festplatte ausgestattet, die mehr als ausreichend Platz selbst für umfangreiche Musik-Sammlungen bietet, selbst wenn diese in verlustfreien Formaten in „CD-Qualität“ oder gar als Hi-Res Daten hinterlegt werden.

Übrigens, wir haben zuvor erwähnt, dass sich am Innenleben wenig änderte, was zumindest im Fall des Bluesound Vault 2 nicht ganz stimmt. Der neue Bluesound Vault 2 ist nämlich nunmehr gar mit einem Dual-Core ARM Cortex A9 1 GHz Prozessor ausgestattet, der eine deutlich höhere Performance für Multitasking-Aufgaben bieten soll. Schließlich dient der Bluesound Vault 2 als Datenlieferant für alle Clients des Systems, und kann gleichzeitig selbst für die Musik-Wiedergabe genutzt werden.

Über den Bluesound Vault sowie Bluesound Vault 2 ist auch der direkte Zugriff auf Online Musik-Anbieter möglich, wie etwa HDTracks.com, Qobuz oder highresaudio.com. Musik kann also direkt über die App gekauft werden, und wird unmittelbar auf den Vault bzw. Vault 2 geladen, ohne dafür einen PC oder Mac bemühen zu müssen. Auch verschiedene Music-on-demand-Dienste sind verfügbar, etwa TIDAL, Spotify, Deezer und viele mehr, je nach Verfügbarkeit im jeweiligen Land.

Backups der eigenen Mediathek kann man auf Knopfdruck über die App erstellen, und zwar auf eine über USB angeschlossene Festplatte.

Eine USB-Festplatte kann aber auch an jeden anderen Client des Systems angeschlossen werden, um als Datenquelle zu dienen, sodass man - zumindest prinzipiell - nicht auf einen zentralen Server angewiesen ist.

Es darf auch eine NAS sein…

Überhaupt ist der Bluesound Vault bzw. Bluesound Vault 2 nicht zwingend erforderlich, denn selbstverständlich kann das gesamte Bluesound-System auch andere NAS-Lösungen als Datenquelle nutzen. Dies erfolgt zudem nicht auf Basis von UPnP, sondern allein mittels SAMBA, also einfacher Dateifreigaben.

Wesentlich für eine optimale Performance ist in jedem Fall, dass das Bluesound-System eine eigene Datenbank aller Musik-Daten anlegt. Dieser Index wird automatisch zwischen allen Geräten im Verbund ausgetauscht, sodass er stets auf dem aktuellsten Stand ist. Allerdings wird der Index nur dann um neue Inhalte ergänzt, wenn man Audio CDs mittels des Vault bzw. Vault 2 einrippt, oder über einen zur Verfügung stehenden Online-Anbieter direkt über die App kauft. Fügt man „manuell“ Audio-Daten übers Netzwerk der Mediathek hinzu, oder kopiert auf die NAS neue Audio-Daten, so muss man den Index neu erstellen, was aber auf Knopfdruck direkt über die App problemlos jederzeit möglich ist.

BluOS Apps zur Steuerung

Bluesound stellt zur Steuerung des gesamten Systems passende Apps zur Verfügung, und zwar für alle relevanten Plattformen. Neben Apple iOS steht somit auch eine passende App für Google Android zur Verfügung, ebenso für Amazon FireOS, aber auch Microsoft Windows und Apple OS X als Desktop Apps.

Mit Hilfe der Apps lassen sich alle Funktionen des gesamten Systems steuern, und auch alle Parameter sind darüber konfigurierbar. Die Mediathek lässt sich nach verschiedensten Kriterien durchsuchen und es können Playlists angelegt werden. Natürlich können auch mehrere Clients zu Gruppen kombiniert werden, selbst alle Clients im System lassen sich zu einem einzigen System verbinden, um so den so genannten Party Modus zu aktivieren, also Musik im gesamten Haus erklingen zu lassen.

Mit dem letzten größeren Update der Apps, dies sei an dieser Stelle ebenfalls ausdrücklich angeführt, ist es zudem möglich, Audio-Daten, die auf einem Smartphone oder Tablet abgespeichert sind, ebenfalls mittels WiFi über einen der Clients des Systems wiederzugeben. Diese Funktion steht zusätzlich zur bereits beschriebenen Option über Bluetooth zur Verfügung, die ja ab nun in der Generation 2 des Bluesound-Systems, bei allen Produkten Standard ist.

Aus der Praxis

Noch vor der offiziellen Präsentation der second Generation des Bluesound-Systems hatte sempre-audio.at exklusiv die Möglichkeit, die Produkte bereits genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei begeisterte vor allem das neue, wirklich überaus elegante Design. Offen gesagt, wir waren bereits vom bisherigen Design begeistert, da sich hier unserer bescheidenen Einschätzung nach endlich wieder ein Hersteller traute, etwas gänzlich neues, etwas gänzlich anderes zu präsentieren. Wenn man aber die neuen Systeme sieht, so ist man nicht minder davon angetan, so jedenfalls war unser erster Eindruck. Den Designern gelang es geradezu famos, einen eigenständigen Weg beizubehalten, gleichzeitig aber nicht ganz so extravagant zu wirken.

Ganz besonders angetan hat es uns dabei der neue Bluesound Vault 2, der nunmehr ebenfalls problemlos in jedwedes Rack passt, und auch der Bluesound Powernode 2 überzeugt auf ganzer Linie, denn ein derart schickes „komplettes“ HiFi-System wird wohl so manchen Design-affinen Kunden überzeugen.

Ebenfalls sehr positiv fällt die Möglichkeit auf, die wesentlichen Funktionen nun bei allen Geräten direkt steuern zu können, und beim nunmehr vorhandenen Kopfhörer-Ausgang fragt man sich nur, warum dieser nicht schon immer da war. Die neue TV Connect-Funktion wird wohl, wie beschrieben, allen voran bei den aktiven Lautsprecher-Systemen, aber ganz sicher beim Bluesound Powernode 2 häufig genutzt werden. Und sollte man kein TV-Gerät anschließen, so kann man etwa einen Schallplatten-Spieler mit Phono-Vorstufe hier anschließen, und hat somit tatsächlich ein komplettes HiFi-System, das keinerlei Wünsche offen lässt.

Erfreulich ist, dass Bluesound mit dem Bluesound Pulse Mini ein neues kompaktes Aktiv-Lautsprecher-System erhält, hervorragend ist, dass mit dem nagelneuen Bluesound Flex ein nochmals kompakter ausgefallener weiterer Speaker dazu kommt.

Bei den prinzipiellen Ausstattungsmerkmalen musste man nicht viel ändern, dass man allerdings dem neuen Bluesound Vault 2 mehr Leistung spendierte, schadet sicher nicht.

Die Steuerung des gesamten Systems mittels Apps war seit jeher vorbildlich gelöst, zumal die Entwickler in regelmässigen Abständen neue Funktionen hinzufügten, sodass der aktuelle Stand der Dinge mit Sicherheit nicht das Ende der Fahnenstange ist, sondern bereits noch heuer mit dem ein oder anderen wirklich umfassenden Update gerechnet werden kann. Hier dürfen wir an dieser Stelle aber noch nicht genauer ins Detail gehen…

Abschließend kann also klar gesagt werden, dass Bluesound mit den neuen Lösungen der zweiten Generation nochmals deutlich verbessert wurde. Einmal mehr muss betont werden, dass viele dieser Neuerungen auf direktes Kunden-Feedback zurück gehen, die Entwickler also stets bemüht sind, das System noch optimaler an die Wünsche ihrer Kunden anzupassen.

Dass dies alles so wie hier derart über die Bühne geht, dass bestehende Kunden nicht verprellt werden, sondern ihre bereits erworbenen Lösungen nahtlos und ohne Abstriche weiter nutzen, und mit den neuen Produkten kombinieren und erweitern können, ist leider keine Selbstverständlichkeit und muss daher explizit hervorgehoben werden. Nur diese Strategie sorgt für echte Investitionssicherheit!

Das Bluesound-System deckt zudem nicht nur den hier beschriebenen „Consumer-Bereich“ ab, das bereits auf sehr hohem Niveau angesiedelt ist, es geht nahtlos ins klassische High-end HiFi-Segment über, denn schließlich bietet NAD Electronics mit dem NAD MDC DD-BluOS Module eine passende Erweiterung für die NAD Masters Serie an. Und mit dem NAD CI 720 Network Stereo Zone Amp steht Bluesound zudem auch für Custom Installation-Lösungen zur Verfügung. Ganz klar, eine wirklich durchdachte, auf breiter Front basierende Strategie.

Alle Lösungen werden in bewährter Art und Weise sowohl in Schwarz als auch Weiss angeboten, allerdings setzt man nunmehr auf eine matte Oberfläche anstelle des High-gloss Looks der bisherigen Bluesound-Lösungen der ersten Generation.

Einmal mehr kann man somit als Fazit unseres ersten Tests des neuen Bluesound-Systems in zweiter Generation sagen, dass hier Lifestyle gepaart mit tadelloser Qualität, enormer Flexibilität und hohem Bedienkomfort geboten wird. Hi-Res Streaming kann so schick sein!

Auf den Punkt gebracht

Einmal mehr zeigt unserer erster exklusiver Tests des neuen Bluesound-Systems in zweiter Generation, dass hier Lifestyle gepaart mit tadelloser Qualität, enormer Flexibilität und hohem Bedienkomfort geboten wird. Hi-Res Streaming kann so schick sein! Doch auch die neuen Funktionen überzeugen, etwa Bluetooth inklusive apt-X ab Werk, das nunmehr bei allen Produkten integrierte Touch-Panel und der analoge sowie digitale Eingang inklusive Infrarot für TV Connect. Bluesound Pulse Mini und Bluesound Flex erweitern das Produktsortiment zudem um überaus kompakte Aktiv-Lautsprecher-Systeme.

9,0 Herausragend

The Good

  • Exquisites Design
  • sehr kompakt
  • hervorragende Klangqualität
  • Hi-Res Streaming bis 24 Bit 192 kHz
  • direkte Integration von Hi-Res Download-Angeboten
  • zahlreiche Streaming-Dienste
  • einfachste Handhabung
  • Bedienung direkt am Gerät
  • Bluetooth-Streaming
  • Streaming vom Smartphone und Tablet über WiFi
  • flexibel erweiterbar
  • Vollständig kompatibel zur ersten Generation

The Bad

  • Desktop App für Microsoft Windows und Apple OS X nicht so komfortabel wie Apps für mobile Devices
9 Klang
9 Bedienung
10 Design
9 Preis/Leistung

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